© Jana Koch

Hamburg-Rügen-Radweg in Mecklenburg

Radgenuss zwischen Schlössern und Seen

Der Hamburg-Rügen-Radweg führt auf über 500 Kilometern von der norddeutschen Metropole bis zu den Kreidefelsen auf der Insel Rügen. Die Route folgt zunächst dem Elbe-Lübeck-Kanal, verläuft durch das Biospärenreservat Schaalsee, passiert urige Dörfer in der Sternberger Seenlandschaft und der Mecklenburgischen Schweiz und führt schließlich durch Vorpommern sowie die Hansestadt Stralsund bis nach Sassnitz auf Rügen. Der Abschnitt in Mecklenburg startet in Schlagsdorf an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und reicht bis in die Hügel der Mecklenburgischen Schweiz. Hier verbinden sich ursprüngliche Natur, große Seen und prachtvolle Residenzstädte zu einer abwechslungsreichen Etappe. Insgesamt gilt die Route als mittelschwer, eine gute Grundkondition ist empfehlenswert.

Der Hamburg–Rügen-Radweg an der Ostseeküste Mecklenburg verläuft überwiegend auf befestigten Wegen und ruhigen Landstraßen. In kleineren Dörfern ist gelegentlich Kopfsteinpflaster zu erwarten. Besonders die naturnahen Wege und weiten Seenlandschaften eröffnen immer wieder Ausblicke auf die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt.

Fakten zur Tour

Hamburg – Rügen-Radweg in Mecklenburg

Von Schlagsdorf bis zur Bergringstadt Teterow

  • Distanz: ca. 200 km
  • Fahrzeit: ca. 14:00 h je nach Kondition
  • Höchster Punkt: 106 m
  • Niedrigster Punkt: 0 m 
  • Fitnesslevel: 4 von 6, mittelschwer - eine gute Grundkondition ist empfehlenswert
  • Etappenziele: flexibel, üblich sind Tagesetappen zwischen 30 und 60 km
    Empfehlungen für einen Zwischenstopp mit Übernachtung: Schwerin, Bad Kleinen, Bützow, Güstrow, Teterow
  • Beste Reisezeit: März bis Oktober
  • Beschilderung: der Weg ist im Allgemeinen gut beschildert, eine detaillierte Karte oder GPS-Track wird dennoch empfohlen

Wegbeschreibung
Die Etappe des Hamburg–Rügen-Radweges in Mecklenburg beginnt in Schlagsdorf nahe dem Grenzmuseum an der ehemaligen innerdeutschen Grenze. Zwischen der Inselstadt Ratzeburg und Gadebusch führt der Weg durch das Biosphärenreservat Schaalsee. Zahlreiche bedrohte Tier- und Pflanzenarten finden hier einen geschützten Rückzugsraum. Mit etwas Glück zeigen sich Kraniche, Graureiher, Fischotter oder ein leuchtend blauer Eisvogel am Ufer. Weite Wiesen, stille Wege und kleine Dörfer begleiten die Fahrt. In Gadebusch lohnt ein erster kurzer Stopp in der historischen Altstadt.

Weiter geht es Richtung Landeshauptstadt Schwerin. Schon von Weitem kündigen Türme und Wasserblicke die Stadt der sieben Seen an. Auf der Schlossinsel lässt sich mit Blick auf den Schweriner Innensee bei einer Kaffeepause neue Energie sammeln. Nur wenige Kilometer weiter wird es romantisch, wenn Schloss Wiligrad oberhalb des Schweriner Außensees erscheint.

In Bad Kleinen und Hohen Viecheln rückt der Schweriner See noch einmal ganz nah an den Weg. Immer wieder öffnen sich Ausblicke auf Wasser, Schilf und kleine Badestellen. Über ruhige Landstraßen und Felder führt die Tour weiter nach Warin und anschließend nach Bützow mit historischer Altstadt und markanter Stiftskirche. Am Bützow–Güstrow-Kanal entlang erreichst du schließlich die Barlachstadt Güstrow, in der Backsteingotik auf mecklenburgische Residenzgeschichte trifft.

Schloss Güstrow, Dom und Inselsee laden zu einer längeren Pause ein, bevor sich dahinter das Hügelland der Mecklenburgischen Schweiz ausbreitet. Sanfte Anstiege, weite Felder und glitzernde Seen begleiten den Weg bis in die Bergringstadt Teterow, das Tor zur Mecklenburgischen Schweiz. Fachwerkhäuser, kleine Cafés und der nahe Teterower See mit seiner Burgwallinsel bilden den stimmungsvollen Abschluss dieses abwechslungsreichen Abschnitts.

 

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