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Eröffnungskonzert der Festspiele MV am 10. Juni in Wismar

Auftakt der Musikland-Saison in Wismars St. Georgen-Kirche.

Was könnte besser zur Eröffnung der Festspielsaison 2011 passen als Werke zweier großer Erneuerer der klassischen Musik? Einer gilt als Erfinder diverser Gattungen – vor allem die Sinfonie und das Streichquartett gehen auf seine Rechnung. Der andere machte sich einen Namen als Begründer der tschechischen Nationalmusik und reiste in die Neue Welt, um neue Klänge zu entdecken. Die Rede ist von keinen Geringeren als Joseph Haydn und Antonín Dvořák, die am 10. Juni 2011 den Beginn des musikalischen Sommers in Mecklenburg-Vorpommern mit dem berühmten C-Dur-Cellokonzert und der 7. Sinfonie einläuten. Mit dabei sind das NDR Sinfonieorchester unter Leitung des jungen aufstrebenden Dirigenten Jakub Hrůša und der Preisträger in Residence, der chinesische Cellist Li-Wei Qin.

Als Dvořáks „Pathétique“ wird seine siebte Sinfonie oft bezeichnet. Grund dafür ist der ungewöhnlich düstere, kraftvolle, aggressive d-Moll-Tonfall dieses Werks von 1884. „Gott, Liebe, Vaterland!“, hieß auch diesmal wieder die Devise für Dvořák – nur dass das Ringen um die nationale Emanzipation seines Heimatlandes jetzt, wo er als Komponist internationale Anerkennung erfuhr, umso selbstbewusster und eindringlicher vorgetragen werden musste. Für die „London Philharmonic Society“ komponiert, zeigt die Sinfonie nichtsdestotrotz also zutiefst tschechische Züge – wofür wohl kaum ein besserer Dirigent gefunden werden könnte als der junge Tscheche Jakub Hrusa. Am Pult des NDR Sinfonieorchesters wird er die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern mit diesem Höhepunkt romantischer Symphonik eröffnen.

Auf dem Programm steht neben Johannes Brahms‘ Reverenz an den großen Wiener Klassiker Joseph Haydn außerdem das C-Dur-Cellokonzert des Letzteren. Es ist mittlerweile zu einem ebenso beliebten Renner unter den Bravourstücken für Cellisten geworden wie sein 2. Konzert in D-Dur. An Elan, Spannung und pulsierender Energie steht Haydns Erstling dem noblen Schwesterwerk in nichts nach – eine Herausforderung, der der in Shanghai geborene und heute in London lebende Cellist Li-Wei (Jahrgang 1976) allemal gewachsen ist, wird er in der Presse doch überall wegen seiner „extraordinären Technik, musikalischen Intelligenz und atemberaubenden Sensitivität“ gefeiert.

Das Eröffnungskonzert in Wismars St. Georgen-Kirche ist der Auftakt für insgesamt 124 Konzerte in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Bis September folgen Orchesterkonzerte, Open Air- und Kammermusikfeste auf Schloss Bothmer im Klützer Winkel, in Wismar, Bad Doberan und Heiligendamm.

Weitere Highlights in Wismars St. Georgen-Kirche werden das Konzert „Genesis Klassik“ am 25. Juni mit Genesis-Sänger Ray Wilson und dem Berliner Symphony Ensemble sowie das Konzert des Neuen Sinfonie Orchesters Berlin am 13. August 2011.

Weitere Informationen unter www.wismar-tourist.de und www.festspiele-mv.de.

St. Georgen Kirche Wismar

VMO – Ostseeküste Mecklenburg, short news vom 6. Juni 2011

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