Vier Publikationen, zwölf Reisemessen und 5,5 Millionen Übernachtungen bis September
Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. präsentierte gutes Jahresergebnis
Bad Doberan, 11. Dezember 2008. Eine Top-Jahresbilanz legte der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. (VMO) am Mittwoch, 10.12.2008, seinen Mitgliedern vor: Ab 14 Uhr hatte der VMO zur Jahreshauptversammlung in das Hotel „Prinzenpalais“ in Bad Doberan geladen. Die wichtigsten Punkte auf der Tagesordnung: das Tourismusjahr 2008, die Ergebnisse der Marketingarbeit und ein Ausblick auf die Vorhaben im nächsten Jahr.
In punkto Zahlen konnten hervorragende Ergebnisse präsentiert werden: Mecklenburg-Vorpommern (MV) wird in diesem Jahr rund 27 Millionen Übernachtungen verzeichnen können. Damit wird das bislang einmalige Tourismusjahr 2003, in dem der Jahrhundertsommer dem Nordosten Übernachtungsrekorde bescherte, überholt werden. Allein im Verbandsgebiet Ostseeküste Mecklenburg wurden von Januar bis September 5,5 Millionen Übernachtungen und 1,4 Millionen Gästeankünfte verbucht, im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres waren es 5,3 Millionen Übernachtungen und 1,3 Millionen Ankünfte. Damit generiert die Mecklenburgische Ostseeküste nahezu ein Viertel der Ankünfte und Übernachtungen im Land.
Einen hohen Anteil an diesem Ergebnis hätten der positive Nachhall des G8-Gipfels in den Ostseebädern Heiligendamm und Kühlungsborn gehabt und neue Projekte, wie die im Mai eröffnete „Weiße Wiek“ mit TUI-Dorfhotel, Iberotel und Marina im Ostseebad Boltenhagen oder auch das Tagungshotel „Prinzenpalais“, das im Juli seine Pforten öffnete, berichtete Frank Giese, Vorstandsvorsitzender des VMO und Bürgermeister des Ostseeheilbades Graal-Müritz.
Noch mehr Gäste aus dem In- und Ausland zu erreichen, bleibt 2009 eines der VMO-Hauptziele. Spannend waren da für die Verbandsmitglieder die Ausführungen zum Projekt „Schwedennetzwerk“, einer Kooperation von sechs Städten/Gemeinden im Landkreis Nordwestmecklenburg und des Fährunternehmens „Stena Line Deutschland“. Ziel ist es, gemeinsam mit touristischen Leistungsanbietern „Angebotspakete“ zu schnüren und schwedische Gäste an die Ostseeküste Mecklenburg zu holen.
Das ist etwas, was Hotelier Axel Kross schon lange erfolgreich in seinem Bad Doberaner Hotel „Friedrich-Franz-Palais“ realisiert. Auch für das „Prinzenpalais“, sein neues Haus gehobener Hotellerie, das er auf der Jahreshauptversammlung vorstellte, strebt er eine Frequentierung durch schwedische Gäste an.
Bernd Fischer, Geschäftsführer des Tourismusverbandes MV, präsentierte die Resultate des Projektes „Qualitätsmonitor Deutschland-Tourismus“: Von Mai 2007 bis April 2008 wurden 3.500 Urlauber zum Reiseland M-V befragt, wovon 744 Interviews zur Region Ostseeküste-Festland (Ostseeküste Mecklenburg mit Vorpommern) geführt wurden. 94 Prozent der befragten Gäste waren laut dieser Studie mit ihrem Urlaub an der Meck-lenburgischen Ostseeküste sehr zufrieden bis zufrieden, 82 Prozent würden wiederkom-men und 91 Prozent die Region weiterempfehlen. Landschaft, Klima, Ruhe, Erholungs-möglichkeiten, Strände, aber auch Kunst, Kultur und Architektur ziehen Gäste in die Region. Neben klassischen Badeferien stehen Städtereisen und auch Shopping hoch im Kurs. Aber es fehle der Region auch noch an Profilschärfe, wurde kritisch bewertet.
Unverzichtbar für steigende Gäste- und Übernachtungszahlen ist eine effektive Marketingarbeit. Im Jahr 2008 präsentierte der VMO die Ostseeküste Mecklenburg auf zwölf renommierten Tourismus- und Reisemessen im In- und Ausland, darunter die „ITB Berlin“, die „CMT Stuttgart“, die „Reisen Hamburg“ und die „TUR Göteborg“.
Sehr erfolgreich fällt auch die Bilanz zu den verbandseigenen Publikationen aus: Im September erschien der VMO-Hauptkatalog „Ostseeküste Mecklenburg – Urlaubstipps 2009“ - wie sein Vorgänger in einer Auflagehöhe von 50.000 Exemplaren, in Deutsch-Englisch und 114 Seiten stark. Der Törnplaner „Revierlotse Ostseeküste Mecklenburg“ wurde im Juli zum zweiten Mal herausgegeben – die erste Auflage war bereits nach einem Jahr vergriffen. Ebenfalls im Juli erschien die vierte Auflage der Publikation „Radeln an der Ostseeküste Mecklenburg“ – mit 13 statt bislang zwölf Tourenvorschlägen. Auch eine völlig neue Broschüre wurde auf den Weg gebracht: der „Freizeitplaner Ostseeküste Mecklenburg“ mit rund 600 Freizeittipps von Angeln bis Zoo.
Zur Philosophie des Verbandes gehört es seit einigen Jahren, auch das Binnenland in die Marketingarbeit zu integrieren. VMO-Geschäftsführerin Irina Kitzing berichtete, dass 2008 die Städte Neukloster und Tessin dem Verband beitraten.
Ebenfalls seit diesem Jahr mit im Boot: die „Strandresidenz Kühlungsborn“, das PIRATEN OPEN AIR Theater Grevesmühlen und die Zimmervermittlungen „Interdomizil“ und „Zimmer am Meer“.
Natürlich gab es auch einen Ausblick auf das Tourismusjahr 2009: Die Teilnahme an zehn großen Reisemessen, darunter an dem im Mai erstmals in MV stattfindenden „35. Germany Travel Mart“ ist fest geplant. Traditionelle Veranstaltungen, wie die Kühlungsborner Segel- und Hafentage oder das Ostseemeeting auf der Bad Doberaner Rennbahn, werden an die Ostseeküste Mecklenburg locken. Highlight 2009: Das Verbandsmitglied Mecklenburgische Bäderbahn Molli GmbH bekommt eine neue Dampflok. „Molli“ wird die Lok im März auf der „ITB Berlin“, wo auch der VMO vertreten sein wird, ausstellen. Zum Besuchermagneten soll sich die Bundesgartenschau Schwerin entwickeln: Allein im VMO-Verbandsgebiet wird es neun Außenstandorte geben, darunter den Schaugarten der Hochschule Wismar im Ostseebad Insel Poel.
Der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Region Ostseeküste Mecklenburg (43.000 Gästebetten) und ihr touristisches Potential zu vermarkten. Er gehört zu den ältesten Tourismus-verbänden im norddeutschen Raum, erste Registereinträge finden sich bereits um 1900. Im Jahr 1991 neu gegründet, zählt er heute 56 Mitglieder, darunter die Landkreise Nordwestmecklenburg und Bad Doberan, die großen Ostsee(heil)bäder Kühlungsborn, Boltenhagen, Insel Poel, Rerik und Graal-Müritz und die Hansestadt Wismar. Mit der Teilnahme an den renommierten Tourismus- und Reisemessen im In- und Ausland und der Herausgabe eigener Publikationen transportiert der Verband seine touristische Werbebotschaft weit über die Landesgrenzen hinaus.