ITB-Bilanz: Berliner lieben die Ostseeküste Mecklenburg
Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. präsentierte bis Sonntag auf der größten Tourismusfachmesse der Welt das Küstenland von Boltenhagen bis Graal-Müritz/internationales Interesse an Region wächst
Ostseeküste Mecklenburg/Berlin, 9. März 2008. Fünf Tage hatten die Berliner die Ostseeküste Mecklenburg direkt vor der Haustür: Von Mittwoch bis Sonntag präsentierte der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. (VMO) auf der ITB, der weltgrößten Tourismusfachmesse, das Küstenland zwischen Ostseebad Boltenhagen und Ostseeheilbad Graal-Müritz.
Waren die ersten drei Tage Fachbesuchern aus aller Welt vorbehalten, strömten am Sonnabend und Sonntag die Berliner zu Tausenden zur ITB und zum 430 Quadratmeter großen Geschmeinschaftsstand des Tourismusverbandes Mecklenburg-Vorpommern (TMV), auf dem auch der VMO und weitere Aussteller des Landes für ihre Regionen warben. Gezielt wurde nach Angeboten der mecklenburgischen Ostseeküste gefragt. Die aktuellen VMO-Publikationen „Ostseeküste Mecklenburg – Urlaubstipps 2008“ und „Revierlotse Ostseeküste Mecklenburg“ sowie Gastgeberverzeichnisse und Hausprospekte der 51 Mitglieder des Verbandes – darunter Ostseebad Boltenhagen, Ostseebad Kühlungsborn, Hansestadt Wismar, Heilbad Bad Doberan/Heiligendamm, Ostseebad Insel Poel und Ostseeheilbad Graal-Müritz – waren heißbegehrt und wurden zahlreich an die potenziellen Gäste gebracht.
Längst sei die Ostseeküste Mecklenburg noch viel mehr, als „die Badewanne Berlins“, so die ITB-Bilanz von Markus Frick, Kurdirektor des Ostseebades Insel Poel, und seines Kollegen Dr. Bernd Kuntze, Geschäftsführer der Tourismus und Kur GmbH Ostseeheilbad Graal-Müritz. Beide vertraten den VMO in der Hauptstadt. Bei den ITB-Besuchern hätten, auch jahreszeitlich bedingt, die klassischen Badeferien im Sommer hoch im Kurs gestanden. Doch liebten die Berliner die mecklenburgische Ostseeküste auch als Ganzjahresziel für Städtereisen, Kurzurlaube, Rad- und Aktivurlaub, maritime Ferien und ambulante Kuren. „Wir hatten viele Anfragen für die Vorsaion, zum Beispiel noch für März und April“, erzählt Kurdirektor Frick. Generell sei es gelungen, das Image der Küstenregion als Ganzjahresdestination weiter zu fördern.
Ein großes Thema auf dem Messestand: der Aufwärtstrend der Ostseeküste Mecklenburg und der anderen Urlaubsgebiete Mecklenburg-Vorpommerns. So waren Markus Frick und Dr. Bernd Kuntze mit Rekordzahlen im Gepäck nach Berlin gereist: Der VMO verbuchte vergangenes Jahr für seine Region (insgesamt 40.000 Gästebetten) 5,6 Millionen Übernachtungen, 16 Prozent mehr als im Jahr 2006.
Markus Frick: „Unsere hervorragenden Zahlen waren, vor allem an den Fachbesuchertagen, das Thema auf unserem Messestand. Wir haben viele interessante Gespräche dazu geführt, die nationale und internationale Tourismusbranche beobachtet uns sehr genau und ist neugierig, wie sich unser Aufwärtstrend weiter entwickelt. Besonders reizvoll ist für alle momentan die Eröffnung des Großprojektes ,Weiße Wiek‘ mit Marina, Iberotel und TUI-Dorfhotel im April im Ostseebad Boltenhagen.“
Generell, fasst er zusammen, hätte man an allen Messetagen bereits bestehende Kontakte aufgefrischt und viele neue geknüpft. Die ITB sei „der Branchentreff schlechthin“, nirgendwo sonst hätte man die Chance zu so regem Erfahrungaustausch und die Möglichkeit, mit so vielen neuen Ideen wieder nach Hause zu fahren.
Als weiteres positives Ergebnis werten die Mecklenburger Tourismusexperten, „dass das Interesse an unserer Region auch bei Touristikern und Verbrauchern aus dem Ausland zunehmend größer wird“. Ebenso steige parallel zum Verbraucher- auch das Medieninteresse an der Ostseeküste Mecklenburg. „Wir hatten sicherlich stets ein Stück weit die Aufmerksamkeit der Medien, unübertrefflich im vergangenen Jahr durch den G8-Gipfel in Heiligendamm. In diesem Jahr nun gehen die Journalisten auf die Suche nach Lifestyle, Wohlfühlen und maritimem Tourismus und werden vielfältig in unserer Region fündig.“ Auf der ITB gab es dazu bereits konkrekte Anfragen. Für das Ostseebad Insel Poel und die Hansestadt Wismar traten Öffentlich-Rechtliche Sender an Kurdirektor Frick heran: Eine Fernseh-Reportage über die Urlaubsregionen soll gedreht werden.
Messehighlight, neben der großen Nachfrage für ihre Region, war für die VMO-Vertreter die vom TMV organisierte „Baltic Night“, an der 500 Touristiker, Politiker und Diplomaten aus allen Ostseeanrainerstaaten und den norddeutschen Bundesländern teilnahmen. Das Anliegen: der Ausbau der touristischen Zusammenarbeit im Ostseeraum. Markus Frick: „Ich denke, es macht künftig Sinn, den deutschen Norden auf dem internationalen Markt auch ein Stück weit gemeinsam zu präsentieren.“ Ein bisschen so, wie auf der ITB: Dort waren Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Bremen und Hamburg Nachbarn.
Insgesamt warb und wirbt der VMO in diesem Jahr auf elf Messen und Reisebörsen für die Ostseeküste Mecklenburg. Nach der ITB folgt, ebenfalls noch im März, die Teilnahme an der „TUR“ in Göteborg/Schweden.
Der Verband Mecklenburgischer Ostseebäder e.V. zählt zu den ältesten Fremdenverkehrsvereinen Deutschlands. Ursprünglich vor 104 Jahren ins Leben gerufen, wurde der VMO vor 17 Jahren wieder gegründet. Das Verbandsgebiet reicht vom Priwall (Ostseebad Boltenhagen) bis zum Ostseeheilbad Graal-Müritz.

